
Warum Ihr Badezimmerheizer nicht einfach explodiert
Haben Sie sich schon gefragt, warum Ihr Infrarotheizer im Badezimmer nicht einfach in tausend Stücke zerbricht, sobald eine Wassertröpfchen darauf trifft?
Denken Sie mal darüber nach: Es handelt sich dabei um eine Lampe, die bei 800°C betrieben wird – das ist wirklich extrem hohe Temperatur. Wenn nun ein winziger, kalter Wassertropfen auf das Glas trifft, dann ist das in einem normalen Quarztubus der Beginn einer Katastrophe. Das Glas schrumpft an dieser Stelle viel zu schnell – dadurch entsteht Druck, und plötzlich breitet sich das Glas in alle Richtungen aus. Dabei fliegen Glassplitter überall herum.
Deshalb verwenden wir explosionssicheres Quarzglas.
Das Geheimnis liegt in den Schichten.
Quarzglas kann zwar gut mit Hitze umgehen, aber es ist nicht unzerbrechlich. Um Sicherheit zu gewährleisten, werden diese Tubus mit einer verstärkten Außenschicht ausgestattet. Falls das innere Glas doch einmal Risse bekommt, fängt diese Außenschicht alles ab. Dadurch bleibt der Schaden im Inneren des Tubus – und nicht an Ihrer Haut. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art „Versicherung“ für Ihre Haut.
Was passiert eigentlich im Inneren des Tubus?
Wir verwenden hochreines Quarzglas, damit möglichst viel Wärme an Sie weitergegeben werden kann. Daneben gibt es noch den Wolframfaden. Wir legen großen Wert darauf, die Leistung des Fadens so einzustellen, dass er lange hält. Man möchte zwar, dass die Lampe heiß wird, aber man möchte auch nicht alle paar Monate einen neuen Glühfaden kaufen müssen.
Die meisten dieser Geräte verwenden einfach zu bedienende R7-Anschlüsse – dadurch ist das Austauschen der Glühbirnen einfach. Doch hier ist ein Tipp: Überprüfen Sie Ihren Reflektor. Wenn er verdreht oder schmutzig ist, entstehen „heiße Punkte“ auf dem Glas. Das beschleunigt den Verschleiß des Tubus enorm – egal wie „explosionssicher“ das Glas auch sein mag.
Der ehrliche Kompromiss
Um ehrlich zu sein: Durch die Einsatz dieser Sicherheitslagen geht etwas von der Infrarotwärme verloren. Im Vergleich zu einem dünnen, unverstärkten Glasstück ist die Effizienz etwas geringer.
Aber ehrlich gesagt: Im Badezimmer ist das ein Kompromiss, den ich jederzeit in Kauf nehme. Ich würde lieber 2% der Wärme verlieren, als dass die Lampe während ich aus der Dusche komme, explodiert.
Noch eine Sache: Stellen Sie sicher, dass die Verkabelung die maximale Stromstärke aushalten kann. Wenn die Anschlüsse zu heiß werden, spielt es keine Rolle, wie hochwertig das Glas ist. Halten Sie alles kühl und fest – dann ist alles in Ordnung.